Lateinamerika – einmal mit und einmal ohne Zähne.

Er wird immer mal wieder nachgefragt, wenngleich meist ein entschuldigender oder erklärender Unterton mitschwingt, "Ich weiß, dass es kein richtiger Kaffee ist, aber ich vertrage eben einfach kein Koffein.": der DECAF-Kaffee. 

Sicher, das Koffein ist vermutlich das gefragteste Molekül im Kaffee, aber es gibt natürlich solide Gründe, warum der eine oder die andere lieber darauf verzichten möchte. Was dagegen aber auch in der "zahnlosen" Variante nicht fehlen darf, ist der originäre Kaffeegeschmack.
Geht das? Nun, da jeder Inhaltsstoff der Kaffeebohne einen mehr oder weniger großen Anteil am "Gesamtkunstwerk" hat, verändert sich zwangsläufig "etwas" am Genusserlebnis.
Negativ, positiv oder neutral? Entscheide selbst, denn es wird an diesem Samstag erstmalig einen Sugar Cane DECAF-Espresso aus Kolumbien im Wal geben.
Bleibt noch die Frage, ob beim Entkoffeinierungsprozess zusätzliche Energie aufgewendet wird, die den CO2-Fußabdruck dieses Kaffees erhöht? Definitiv! Aber vielleicht erleichtert es in diesem Zusammenhang dein Gewissen ja etwas, wenn ich dir sage, dass dieser DECAF nicht mit dem Containerschiff zu uns gekommen ist – er wurde gesegelt ;)

Natürlich fehlt nicht allen Kaffees an diesem Samstag das C8H10N4O2. Eingekauft und geröstet hat sie diesmal übrigens die Kaffeeschreinerei, eine kleine Rösterei im schönen Haigerseelbach.