... geröstet & gebrüht!

blogging Triviales und Elementares zum Thema –
was schließlich auch irgendwo aufgeschrieben und dokumentiert werden muss.

 

"Ex & hopp" oder Mehrwert im Mehrweg?

Wer, wie ich, hervorragenden gerösteten Kaffee unters Volk bringen möchte, braucht dafür ein geeignetes und allgemein bekanntes und akzeptiertes Vehikel. Reden wir von der Abgabe in handelsüblichen Kaffeekonsumenten-Mengen, findet man für diesen Zweck vermutlich überwiegend den Einwegbeutel, welcher von den unterschiedlichsten Herstellern in den vielfältigsten Farben und Materialien ganz sexy daherkommt. Das will ich auch! Woran man aber letztlich nicht vorbeikommt: Jedes industrielle Produkt hat einen CO₂-Fußabdruck, der sich je nach Produktionsart, -ort und verwendetem Material in einem entsprechenden Größenspektrum bewegt. Manche Einwegverpackungen lassen sich nach Gebrauch gut recyceln, andere dagegen aber nicht so sehr. Weniger sexy ist die Vorstellung, dass meine Kaffeebeutel dann unweigerlich ein Teil unserer Müllberge werden …

Hm, gibt es denn eine Mehrwegverpackung, welche die hygienischen Voraussetzungen für den Verkauf und die Aufbewahrung von Kaffee erfüllt, die einfach zu reinigen ist, bekannt und freundlich aussieht und preiswert "von der Stange" kommt? Yap, die gute "alte" Milchflasche! Das passt für mich, denn schließlich waren Glasbehältnisse nach ihrer Erfindung (Jahrhunderte vor Christus) extrem aufwendig in der Herstellung und somit ungeheuer kostbar, so dass sie ausschließlich zum Aufbewahren von Luxusgütern verwendet wurden – z. B. Öle, Essenzen, Parfüm (oder Kaffee?). Okay, aber Glasflaschen müssen doch in der Herstellung einen CO₂-Fußabdruck haben, der weit über dem des Einwegbeutels liegt. Das stimmt, und außerdem ist sie auch viel schwerer und kann leichter kaputtgehen.

Jetzt kommt's – Bei mir fantastischen Kaffee zu kaufen (analog zur Rettung des Planeten) ist nichts für komfortverwöhnte Weicheier! Hier muss für die gebräunte Bohne noch harte körperliche Arbeit geleistet werden: Wer etwas Leckeres trinken will, muss vorsichtig schwere Glasflaschen schleppen und sie nach Gebrauch auch noch zu mir zurückbringen! – Am besten bis zu 50-mal*, dann kann uns der kleine CO₂-Fußabdruck des sexy Einwegbeutels nämlich mal!

 

*Quelle: Umweltbundesamt (UBA)
Bild: Flaschenbauer

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