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Die Teströstungen – deine Chance, das Finetuning zu beeinflussen!
Inzwischen habe ich für meine aktuellen Rohkaffees erste Röstprofile entwickelt und jeweils eine Teströstung vorbereitet. Am 12.09. konntet ihr diese Ergebnisse dann erstmals in ihrer zukünftigen Verpackung am Wal bekommen, um sie zuhause mit eurem Equipment zu testen. Damit ihr hochgeschätzte Heimbaristi mir mitteilen könnt, welche Erfahrungen ihr mit dem Kaffee gemacht habt und wie euch die Verpackung gefällt, habe ich eine kleine Umfrage erstellt. Ihr findet die Umfrage, wenn Ihr den QR-Code auf der Flasche nutzt oder unter diesem Link:
Warum ...
... im Wal jetzt auch noch geröstet wird? Hauptsächlich Neugierde. Etwas Physik, etwas Chemie - zack, lecker! Wie geht das? Welcher furchtlos-experimentierfreudige Kaffeemensch kann da schon ruhig sitzen bleiben und bloß zuschauen wollen?
Jetzt musst du stark sein: Bei den vielen wirklich hervorragenden Röstereien, von denen wir tolle Kaffees bestellen können, kann das Ziel hier nicht sein, es besser machen zu wollen. Das kann ich nicht! Im Gegenteil hoffe ich darauf, dich nicht gleich zu verlieren, wenn die ein oder andere Röstung auch mal geschmackliche "Misstöne" zu erkennen gibt. Der Vorteil mangelnder Perfektion liegt für dich an anderer Stelle, denn es ist eine hervorragende Möglichkeit, deine sensorischen Fähigkeiten gewinnbringend in Verbesserungsvorschläge zu investieren.
Simple [Coffee] Science oder "Ist die Brühqualität messbar?"
Die gesunde Antwort auf diese Frage lautet: "Wen kümmert's, so lange mir mein Kaffee schmeckt!"
Menschen, die das Kaffeebrühen zu ihrem Beruf gemacht haben (und auch zahllose Kaffee-Nerds), schenken dieser Frage allerdings eine gewisse Beachtung, sei es aus professioneller oder persönlicher Ambition.
Stellen wir uns folgendes Szenario vor: Wir haben uns einen feinen Espresso gekauft und uns über das Einstellen des Mahlgrades, das Einstellen der Maschine, die Wahl der Kaffee-Einwaage und die Entscheidung für ein finales Kaffee-Volumen an ein leckeres Espresso-Endergebnis herangearbeitet. Das war's! Das Ziel ist erreicht und wir könnten uns gemütlich zurücklehnen, um unseren tollen Espresso zu genießen. Konjunktiv ("könnten"), denn natürlich gibt es da diese Menschen, die zusätzlich einen "messbaren Beweis" für die Qualität ihres Erzeugnisses benötigen bzw. die das Gefühl nicht loslässt, dass es eventuell noch "besser" zu machen wäre.
"Ex & hopp" oder Mehrwert im Mehrweg?
Wer, wie ich, hervorragenden gerösteten Kaffee unters Volk bringen möchte, braucht dafür ein geeignetes und allgemein bekanntes und akzeptiertes Vehikel. Reden wir von der Abgabe in handelsüblichen Kaffeekonsumenten-Mengen, findet man für diesen Zweck vermutlich überwiegend den Einwegbeutel, welcher von den unterschiedlichsten Herstellern in den vielfältigsten Farben und Materialien ganz sexy daherkommt. Das will ich auch! Woran man aber letztlich nicht vorbeikommt: Jedes industrielle Produkt hat einen CO₂-Fußabdruck, der sich je nach Produktionsart, -ort und verwendetem Material in einem entsprechenden Größenspektrum bewegt. Manche Einwegverpackungen lassen sich nach Gebrauch gut recyceln, andere dagegen aber nicht so sehr. Weniger sexy ist die Vorstellung, dass meine Kaffeebeutel dann unweigerlich ein Teil unserer Müllberge werden …
